Der Chiphersteller AMD steckt in einem schwachen PC-Markt in den roten Zahlen fest. Der Verlust im zweiten Quartal lag bei 74 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen unterm Strich noch 37 Millionen Dollar verdient.

Der Umsatz fiel um 18 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar, wie AMD am Sitz im kalifornischen Sunnyvale mitteilte. Auch beim grösseren Rivalen Intel war das Geschäft zuletzt rückläufig, wenngleich nicht in diesem Masse. Die AMD-Aktie sank nachbörslich um 4 Prozent.

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Expansion bei Spielekonsolen

Unter dem Druck sinkender PC-Verkäufe will der US-Chiphersteller AMD künftig in neuen Geschäftsfeldern punkten. Mit einer Expansion in Bereiche wie Spielekonsolen werde der Umsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 22 Prozent auf 1,416 Milliarden Dollar steigen, stellte Advanced Micro Devices (AMD) am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Aussicht.

Damit ist der Konzern optimistischer als Analysten, die für das laufende Vierteljahr nur mit 1,223 Milliarden Dollar kalkulieren. AMDs Zuversicht ist ein gegenläufiger Trend zum rivalisierenden Halbleiter-Hersteller Intel, der am Vortag nach überraschend schwachen Quartalszahlen seine Prognose für 2013 gekippt hatte und nur noch stagnierende Umsätze erwartet.

Nettoverlust von 74 Millionen Dollar

Auch bei AMD lief das zweite Quartal nicht so gut wie ein Jahr zuvor: Der Umsatz sank um rund 18 Prozent auf 1,161 Milliarden Dollar. Ein Nettoverlust von 74 Millionen Dollar stand anstelle eines Gewinns von 37 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum in den Büchern.

Schon nach einem überraschend schwachen ersten Quartal hatte AMD die Märkte auf bessere Zeiten im nächsten Vierteljahr vertröstet.

AMD-Aktien gaben nachbörslich 4,5 Prozent nach.

(chb/aho/reuters/sda)