Vor wenigen Tagen wurde in Lenzburg die neuste Produktionsstätte von ABB eingeweiht. Sichtlich stolz skizzierte Jasmin Staiblin, Vorsitzende der Geschäftsleitung von ABB Schweiz, die Bedeutung der 150 Mio Fr. teuren Anlage. «Die Spitzentechnologie ist die Grundlage für viele Anwendungen, etwa bei intelligenten Stromnetzen oder in Hochleistungszügen», so Staiblin.

«Es lohnt sich, in ein Hochlohnland wie die Schweiz zu investieren», so der ABB-CEO Joseph Hogan, der per Videobotschaft zugespielt wurde. Auch Bundespräsidentin Doris Leuthard, die sich einen Rundgang durch die Halbleiterproduktion nicht entgehen liess, war erleichtert, nach den Krisenmonaten bei der Einweihung eines so zukunftsträchtigen Projekts teilzunehmen. Die Anlage zeige auch, dass der Wirtschaftsstandort Schweiz stark sei, denn er entwickle sich ständig weiter. «Die Innovationsleistung nimmt zu, sie ist der Motor für eine sichere Zukunft», so Leuthard. Doch die Schweiz habe noch Schwächen: So hapere es beim Wissenstransfer und es sei schwierig, an Risikokapital zu kommen.

Bernhard Eschermann, Leiter von ABB Semiconductors, konnte danach der Bundesrätin die ersten Chip-Module übergeben. Über diesen Transfer war die Magistratin höchst erfreut.