Das Pharmaunternehmen Cilag in Schaffhausen rechnet mit dem Abbau von 120 Stellen. Die Tochter des US-Konzerns Johnson & Johnson, mit 1100 Mitarbeitern einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Region, will 2015 einen grossen Teil der Wirkstoffsparte schliessen.

Grund sei der Druck auf die Preise, vor allem bei Generika, teilte Cilag mit. Mit der Produktion von Wirkstoffen für Dritte hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren stetig weniger verdient. Cilag will nun mehr auf margenträchtigere Produkte und Technologien setzen.

Ausserdem gebe es im Mutterkonzern Johnson & Johnson bei der Wirkstoffproduktion langfristig Überkapazitäten, lautet eine weitere Begründung für den Schritt, der am Mittwochnachmittag der Cilag-Belegschaft bekannt geben wurde. Laut Unternehmenschef Pete Federico ist die Konkurrenzfähigkeit seit längerem bedroht.

Die Wirkstoffproduktion in Schaffhausen werde noch zwei Jahre wie bisher weitergeführt, hiess es weiter. Cilag ist spezialisiert auf sterile Injektions- und Infusionslösungen und unterhält für deren Produktion in Schaffhausen nach eigenen Angaben modernste Anlagen.
Cilag hofft, den Stellenabbau möglichst über die natürliche Fluktuation und Versetzungen durchführen zu können. Temporärstellen sollen nicht erneuert werden.

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Cilag hat laut Communiqué die Regierung des Kantons Schaffhausen über ihre Absichten informiert. Der Standort Schaffhausen soll nicht aufgegeben werden. Die beabsichtigten Änderungen unterliegen einem Konsultationsverfahren mit den Sozialpartnern und die Cilag-Leitung verspricht einen Sozialplan.

(rcv/sda)