Rechtstreitigkeiten kommen die US-Grossbank Citigroup nachträglich teuer zu stehen. Das Geldhaus muss sein Ergebnis nach unten korrigieren. Aufgrund von Rückstellungen in Höhe von 600 Millionen Dollar betrage der Nettogewinn im dritten Quartal nur noch 2,84 Milliarden Dollar, teilte die drittgrösste US-Bank am Donnerstag mit. Nach Bekanntgabe der Korrektur fielen Citi-Aktien um zwei Prozent im nachbörslichen Handel.

Vor zwei Wochen hatte die Bank 3,44 Milliarden Dollar ausgewiesen. Grund für die Korrektur seien behördliche Anfragen und Ermittlungen, die schnell voranschritten. Je Aktie beträgt das Ergebnis nun 88 Cent nach zuvor 1,07 Dollar.

Citigroup wolle bei den Ermittlungen mit den Behörden vollständig kooperieren, teilte die Bank weiter mit. Sie gehört zu sechs Grossbanken, die sich voraussichtlich bis Mitte November mit der Londoner Finanzaufsicht FCA auf eine Strafe im Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt einigen dürften.

Mehrere Behörden leuchten Devisenskandal aus

Die europäischen und amerikanischen Banken müssen sich dabei auf dreistellige Millionenstrafen allein in Grossbritannien einstellen. Aufsichtsbehörden in Grossbritannien, den USA und auch in der Schweiz gehen seit rund einem Jahr dem Verdacht nach, dass Devisenhändler Kurse abgesprochen haben, um Kunden über den Tisch zu ziehen.

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Das Institut war in der Krise vom Staat aufgefangen worden. Der Konzern soll weiter verschlankt werden. Das Geldhaus will das Profil im Firmenkundengeschäft im Ausland schärfen. Damit geht das Institut zurück zu seinen Wurzeln.

(reuters/ise/me)