Solide Geschäfte im Investmentbanking haben der drittgrössten US-Bank Citigroup einen deutlichen Gewinnsprung beschert. Der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn kletterte im zweiten Quartal auf 3,9 Milliarden Dollar und lag damit gut ein Viertel über dem Vorjahreswert, wie die Bank mitteilte.

Vor allem der Handel lief besser als erwartet, was auch für die europäischen Banken hoffen lässt. Zusätzlich profitierte Citigroup von steigenden Preisen auf dem amerikanischen Häusermarkt, einer sinkenden Vorsorge für faule Kredite und von Fortschritten beim Abschmelzen der konzerneigenen «Bad Bank» Citigroup Holdings.

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Langwieriger Abbau von Altlasten

Die in der Finanzkrise vom Staat gerettete Citigroup galt unter den US-Häusern neben der Bank of America lange Zeit als Sorgenkind. Denn der Abbau der milliardenschweren Altlasten aus dem Hypothekengeschäft dauerte länger als gedacht, weshalb das Institut mit seinen Quartalsergebnissen der Konkurrenz hinterher lief.

Doch schon im ersten Quartal dieses Jahres überraschte Citigroup positiv - ein Trend, der sich jetzt fortsetzt. Vorstandschef Michael Corbat, seit Oktober im Amt, zeigte sich zufrieden: Der Konzerngewinn sei gut ausbalanciert und auf wichtigen Baustellen werde aufgeräumt, erklärte er.

Bei der Kernkapitalquote nach den neuen strengeren Standards (Basel III) kommt Citigroup inzwischen auf etwa zehn Prozent - und liegt damit sogar noch vor JP Morgan.

(rcv/aho/sda)