Die Citigroup lässt die Finanzkrise allmählich hinter sich. Vor allem dank guter Geschäfte im Investmentbanking fuhr die US-Grossbank im ersten Quartal 2013 einen Nettogewinn von 3,8 Milliarden Dollar ein - fast ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum und mehr als von Analysten erwartet.

Damit reicht Citi zwar weiter nicht an den Branchenprimus JP Morgan Chase heran, doch immerhin konnte das Geldhaus anders als der grosse Rivale echtes Neugeschäft präsentieren. Börsianer jubelten schon vor Handelsbeginn an der Wall Street: Die Citi-Aktie legte vorbörslich knapp 3 Prozent zu.

In den vergangenen Jahren war Citi noch überwiegend damit beschäftigt, Altlasten aufzuräumen und hinkte deshalb den heimischen Konkurrenten mit den Quartalsergebnissen regelmässig hinterher. Nun zeichnen sich erste Erfolge der Restrukturierung ab, die der neue Vorstandschef Michael Corbat dem Konzern verordnet hat.

Zuwächse im Kapitalmarktgeschäft 

Die Einnahmen, die bei JP Morgan im Auftaktquartal rückläufig waren, erhöhten sich bei Citi um 3 Prozent auf 20,8 Milliarden Dollar. Zuwächse gab es vor allem im lukrativen Kapitalmarktgeschäft und dem Handel.

Dem Ergebnis half am Ende aber auch, dass Citi einen Teil seiner Risikovorsorge im Hypothekengeschäft auflösen konnte. Denn der US-Immobilienmarkt hat sich zuletzt deutlich erholt, wovon alle Banken profitieren. Ob sich das Wachstum in den kommenden Monaten in gleicher Geschwindigkeit fortsetzen wird - dahinter setzte Citi ein Fragezeichen. «Das Umfeld bleibt herausfordernd und wir sind uns sicher, dass wir im Jahresverlauf noch auf die Probe gestellt werden», warnte die Bank. 

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(tno/aho/reuters)