Die Luft für Banker wird dünner: Die Citigroup streicht im Rahmen ihres Umbaus 11'000 Stellen. «Diese Aktionen sind die logischen nächsten Schritte beim Wandel der Citigroup», sagte der neue Konzernchef Michael Corbat am Mittwoch in New York. Die Bank gehört zu den Verlierern der Finanzkrise und hatte schon grosse Teile ihres Geschäfts abgestossen.

Die Stellenstreichungen werden das Wall-Street-Haus im vierten Quartal rund 1 Milliarde US-Dollar (760 Millionen Euro) vor Steuern kosten; weitere 100 Millionen Dollar fallen in der ersten Hälfte des kommenden Jahres an. Dem stehen erwartete Einsparungen von 900 Millionen Dollar im kommenden Jahr und 1,1 Milliarden Dollar in den Folgejahren gegenüber.

Bereits der Rivale Bank of America baut massiv Jobs ab und auch andere Institute reduzieren ihr Personal, weil das Geschäft lahmt. Bei der Citigroup kommen die Einschnitte zwei Monate nach dem Ausscheiden des langjährigen Chefs Vikram Pandit. Er hatte die Bank nach der Finanzkrise stabilisiert, musste aber mit ansehen, wie eine JPMorgan Chase oder eine Wells Fargo davonzogen.

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(chb/aho/awp)