Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) will in den Gemeinden Triengen LU und Kirchleerau AG vier Windturbinen bauen. Diese kosten gut 18 Millionen Franken und sollen ab 2017 entstehen. Der Windpark soll jährlich Strom für 2800 Vierpersonenhaushalte liefern.

Die CKW startete die Projektierung der Anlagen mit einer Gesamtleistung von 9,2 Megawatt, wie das Unternehmen mitteilte. Der geplante Windpark ist Teil der Strategie der CKW, bis 2050 2,4 Milliarden Franken in die Stromproduktion aus neuen Energien investieren zu wollen.

Bau lässt auf sich warten

Messungen im Surental hätten gute Windvorkommnisse aufgezeigt, schreibt die CKW. Mit weiteren Messungen am Standort selber während eines Jahres will das Unternehmen zusätzlich die Aktivitäten der Fledermäuse und Betriebseinschränkungen zu deren Schutz untersuchen.

Mit dem Bau der vier Windkraftanlagen kann CKW laut eigenen Angaben nach dem Bewilligungsverfahren frühestens im Jahr 2017 beginnen. Der Kanton Aargau hatte den Standort Kirchleerau 2013 in seinen Richtplan für Windenergieanlagen aufgenommen. Als nächster Schritt ist die Beurteilung des Projektes durch den Regionalverband Suhrental vorgesehen.

Zonenänderung nötig

Auf Luzerner Seite muss das Gebiet erst als Windzone definiert werden. Dies soll über ein Windparkkonzept des regionalen Entwicklungsträgers Sursee Mittelland geschehen. Danach ist eine Zonenplanänderung in den Standortgemeinden nötig. Dafür braucht es die Zustimmung der Gemeindebürger und der kantonalen Behörden.

Seit September 2013 betreibt die CKW auf der Entlebucher Alp Lutersarni ihre erste Windkraftanlage und zugleich das grösste Windrad der Zentralschweiz. Von Herbst bis Frühjahr war die Anlage zu 98 Prozent der Zeit in Betrieb und produzierte Strom für umgerechnet 320 Haushalte.

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Daneben ist die CKW zusammen mit der Muttergesellschaft Axpo an neun Windparks in Frankreich beteiligt. Die jährliche Stromproduktion der insgesamt 48 Windturbinen reichen für die Versorgung von rund 51'000 Haushalten.

(sda/dbe/vst)