Beim Spezialchemiekonzern Clariant trägt der Konzernumbau Früchte. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäften stieg im Vorjahr um 59 Prozent auf 323 Millionen Franken, wie das Unternehmen bekanntgab. Das ist weniger als Analysten erwartet hatten. Diese hatten im Schnitt mit 330 Millionen Franken gerechnet. Die Aktie hat dementsprechend nachgegeben. In der Eröffnungsphase gehörte sie zu den schwächsten Blue Chips. Die Clariant-Papiere sind zwar minim fester in den Handel gestartet, unmittelbar danach aber deutlich unter Druck geraten und sind bis kurz nach Handelsstart auf rund 2,5 Prozent ins Minus gerutscht. 

Die Aktionäre sollen 0,36 Franken Dividende je Aktie erhalten nach 0,33 Franken im Vorjahr. Beim Umsatz erzielte Clariant mit 6,1 Milliarden Franken ein Plus von 4 Prozent, was fast ausschliesslich auf höhere Absatzmengen zurückzuführen war. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg von 411 auf 470 Millionen Franken.

Ungünstige Währungseffekte

Man habe in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gute Fortschritte erzielt, teilte das Unternehmen mit Sitz in Muttenz BL mit. Zu schaffen gemacht haben Clariant die ungünstigen Währungseffekte, die sich vor allem aus der Abwertung von Währungen der Schwellenmärkte gegenüber dem Franken ergaben. Mit Ausnahme der petrochemischen Sparte verzeichneten alle Geschäftsbereiche ein Umsatzwachstum im niedrigen bis hohen einstelligen Bereich.

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Nach der Veräusserung von fünf Geschäftseinheiten sieht Firmenchef Hariolf Kottmann Clariant auf Kurs. Man verfüge nun über ein ausgewogenes Portfolio und sei zu einem rentableren Akteur in der Spezialchemie geworden, wird er in der Mitteilung zitiert. Für 2014 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich. Clariant befindet sich in einer Transformationsphase. Verwaltungsrat und Management haben vor drei Jahren eine Neuausrichtung des Konzerns eingeleitet. In deren Rahmen wurde auch der Verkauf einer Reihe ertragsschwacher Geschäftsbereiche beschlossen.
 
Die Aktien des Spezialchemiekonzerns Clariant gehören am Mittwoch in der Eröffnungsphase zu den schwächsten Blue Chips. Das vom Basler Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 veröffentlichte Ergebnis lag auf Stufe Ebit und Reingewinn unter den Erwartungen. Die Clariant-Papiere sind zwar minim fester in den Handel gestartet, unmittelbar danach aber deutlich unter Druck geraten und sind bis kurz nach Handelsstart auf rund 2,5 Prozent ins Minus gerutscht. Danach erholten sich die Aktien wieder etwas und notierten um 9.45 Uhr 1,5 Prozent tiefer. Der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) lag derweil 0,15 Prozent im Minus.
 

(reuters/sda/vst/sim)