Ziele nicht haltbar: Clariant erwartet für das Gesamtjahr 2011 nur noch einen Umsatz von 7,0 bis 7,2 Milliarden Franken und eine Ebitda-Marge vor Einmaleffekten zwischen 12,8 und 13,2 Prozent. Das teilte der Baselbieter Spezialchemiekonzern in einer Gewinnmiteilung mit.

Im vergangenen Juni hatte Clariant für 2011 noch einen Umsatz von 7,8 bis 8,0 Milliarden Franken sowie eine Ebitda-Marge von 13,5 bis 14,5 Prozent veranschlagt.

Die ersten beiden Monate des zweiten Halbjahrs 2011 waren Unternehmensangaben zufolge gekennzeichnet durch anhaltende nachteilige Veränderungen der internationalen Währungskurse und zunehmend schwierigere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Diese Entwicklungen hätten das operative Geschäft negativ beeinflusst.

2015-Ausblick unverändert

Obwohl die Nachfrage insgesamt robust geblieben sei, sei in einigen Regionen und Endkundenmärkten eine Abschwächung unübersehbar. Unter Berücksichtigung der Entwicklung der letzten Wochen sei die ursprünglich getroffenen Annahmen zu den Währungskursen sowie zu den wirtschaftlichen Wachstumsraten für das Geschäftsjahr 2011 nicht länger aufrecht zu erhalten. Deshalb sei es erforderlich, den ursprünglichen Ausblick auf das Gesamtjahr 2011 an die veränderten Bedingungen anzupassen, so Clariant.

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Unverändert bleibt dagegen der Margenausblick für 2015: «Wir bestätigen unseren mittelfristigen Ausblick einer Ebitda-Marge vor Einmaleffekten von mehr als 17 Prozent für 2015», wird Konzernchef Hariolf Kottmann in der Mitteilung zitiert.

Clariant stellt unter anderem Zusatzstoffe für Kunststoffe und Beschichtungen, Grundstoffe für Putz- und Waschmittel und Chemikalien für die Papierindustrie her.

(tno/vst/awp/sda)