Der Chemiekonzern Clariant baut seine Kapazitäten in China weiter aus. Dies geschehe mit Blick auf die Entwicklung in dieser Region, die Megatrends und die wachsende Nachfrage lokaler Kunden, teilt das Unternehmen am Montag anlässlich einer Medienkonferenz in China im Rahmen der Fachmesse «Chinaplas 2014» mit.

Zu den Investitionsvorhaben zählen neue Anlagen am Produktionsstandort Zhenjiang. Dort ist der Bau einer neuen Produktionsanlage für das Produkt Ceridust geplant, um den Binnenmarkt mit mikronisierten Wachsen zu versorgen. Ausserdem sollen zusätzliche Kapazitäten für Polymeradditive (AddWorks) zur Belieferung strategischer Marktsegmente in der Faser-, Agrar-, Verpackungs-, E&E- sowie Automobilindustrie geschaffen werden.

Wachstumspotenzial bei Kunstoff

Darüber hinaus wird Clariant wie bereits früher angekündigt in Zhenjiang eine grosse Anlage für das Pigment PV 23 bauen. Die so erhöhte Lieferkapazität für dieses wichtige Pigment komme der wachsenden Kundennachfrage nach hochwertigen Produkten und Lösungen unter anderem für Beschichtungen, Kunststoffe und Druckfarben entgegen. Im bestehenden Werk in Guangzhou werden zudem die Produktionskapazitäten für Masterbatches verdoppelt, um den lokalen Markt besser und schneller bedienen zu können.

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«Wir sehen ein enormes Wachstumspotential sowohl in der Kunststoffproduktion als auch im Kunststoffverbrauch in China», wird in der Mitteilung Christian Kohlpaintner, Mitglieder der Konzernleitung, zitiert. Mit den geplanten Investitionen würden die Anforderungen der lokalen Kunden gezielter erfüllt und deren Bemühungen um höhere Effizienz, Umweltverträglichkeit und Leistungsdifferenz unterstützt.

Bisher 18 Standorte in China

Bislang ist Clariant in der Region China mit 18 Standorten präsent, wozu Produktionsstätten, Vertriebsniederlassungen und technische Servicezentren gehören. 2012 lag der Umsatz in der Region bei 646 Millionen Franken.

(awp/me/sim)