Die 15 Regionalbanken des Clientis-Verbunds gehen davon aus, dass sie keine US-Steuersünder unter ihren Kunden haben. Eine Teilnahme an der Kategorie 2 im Programm des Department of Justice (DOJ) ist für die Institute keine Option. Die Clientis-Banken seien klar auf das Geschäft mit Schweizer Kunden in der jeweiligen Region konzentriert, heisst es in der Mitteilung. Entsprechend sei das Geschäft mit ausländischen Kunden von «marginaler Bedeutung».

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Eine Teilnahme in der Kategorie 2 bedeutet, dass eine Bank zumindest vermutet, dass einige ihrer Kunden der Steuerpflicht in den USA nicht korrekt nachgekommen sind. Die Clientis-Banken tendieren aber zur Kategorie 3, in der die Institute ihre Unschuld beweisen müssen, oder Kategorie 4 für rein regional tätige Banken, wie am Montag mitgeteilt wurde.

Zürcher Regionalbank sicher in Kategorie 4

Laut Aussagen Clientis-Direktor Hans-Ulrich Stucki steht für die Kleinbanken die Kategorie 4 im Vordergrund. Das grösste Mitglied des Verbunds, die Clientis Zürcher Regionalbank, hat sich bereits entscheiden und geht in die Kategorie 4. Das Institut betont, kaum Kunden von ausserhalb der Schweiz und der EU zu haben und damit die Voraussetzungen für die Kategorie 4 des DOJ zu erfüllen.

Wie Geschäftsführer Stucki gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP ausführte, sei aber auch denkbar, dass die eine oder andere Bank im Verbund gar nicht am Programm teilnimmt.

Noch Zeit bis Ende Oktober 2014

Die Banken haben bis zum 31. Oktober des nächsten Jahres Zeit, sich definitiv festzulegen. Das Geschäft mit ausländischen Kunden sei für alle Mitglieder von marginaler Bedeutung, hiess es in einer Mitteilung der Clientis-Banken weiter.

Die Clientis-Gruppe umfasst ab Anfang 2014 die Regionalbanken Bank im Thal, Bank Küttigen-Erlinsbach, Bank Oberaargau, Bank Oberuzwil, Bank Thur, Bank Toggenburg, Biene Bank im Rheintal, BS Bank Schaffhausen, Caisse d'Epargne CEC, EB Entlebucher Bank, Spar- und Leihkasse Thayngen, Sparcassa 1816, Sparkasse Oftringen, Sparkasse Sense und Zürcher Regionalbank. Die Bank Leerau und die Regiobank Männedorf treten per Ende 2013 aus dem Verbund aus.

(awp/sda/moh)