Der Softdrinkriese Coca-Cola zieht ein wichtiges Kompetenzzentrum von Belgien nach Bulgarien ab. Alle europäischen Finanzaktivitäten werden ab dem Sommer 2013 von Sofia aus koordiniert, berichtet das «Wirtschaftsblatt».

Munition für schwierigen Wahlkampf

Bisher wurden die gesamten Aktivitäten in Westeuropa aus Brüssel verwaltet. Im Vorfeld von Neuwahlen im arg gebeutelten Bulgarien versuchte die Regierung, den Umzug als Erfolg zu verkaufen.

Der Grund für den Umzug der Amerikaner seien die gut ausgebildeten Arbeitskräfte und die äusserst geringe Gewinnsteuer von nur 10 Prozent gewesen, meinte Energieminister Asen Vasilev.

Von Athen nach Zug

Coca-Cola, hier unter anderem mit dem «Valser-Wasser» am Markt, meinte, man wolle die Finanzprozesse zentralisieren. Erst im September 2012 zog die grösste griechische Firma Coca-Cola Hellenic von Athen in die Schweiz. Grund waren die Finanzkrise und die tieferen Steuern.

(chb/aho)