Die in den Bereichen Röntgenmodule und Vakuumkondensatoren tätige Comet-Gruppe hat im ersten Semester 2015 einen leichten Rückgang beim Umsatz verzeichnet. Das operative Ergebnis konnte dagegen gesteigert werden. Der Reingewinn sei erwartungsgemäss deutlich unter dem Vorjahreswert ausgefallen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

Konkret ging der Umsatz um 2 Prozent auf 130,1 Millionen Franken zurück. Der operative Gewinn auf Stufe Ebitda nahm dagegen um 15 Prozent auf 12,3 Millionen Franken zu und die Ebitda-Marge um 130 Basispunkte auf 9,4 Prozent. Dazu beigetragen hätten 6 Prozent tiefere operative Kosten, heisst es weiter. Die um Währungseffekte und Akquisition bereinigte Ebitda-Marge beträgt 8,7 Prozent. Der Reingewinn verfehlte mit 1,7 Millionen Franken deutlich den Vorjahreswert von 4,4 Millionen deutlich. Darin eingeschlossen seien die bereits im März angekündigten, einmaligen Währungsumrechnungsverluste von 3,5 Millionen Franken.

Eigenkapitalquote weiterhin gut

Die Nettoverschuldung habe sich aufgrund der Akquisition von PCT Engineered Systems etwas erhöht, liege aber mit 20,4 Millionen Franken weiterhin auf tiefem Niveau, wie Comet weiter mitteilt. Mit einer Eigenkapitalquote von 58,2 Prozent (VJ 59,3 Prozent) weise die Gruppe weiterhin eine starke Bilanz auf, auch wenn Währungseffekte und das tiefe Zinsniveau zu einem leichten Rückgang geführt hätten.

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Die Comet-Gruppe verweist auf eine unterschiedliche Entwicklung in ihren Märkten im ersten Halbjahr. Während man im Halbleiter- und Elektronikmarkt dank neuer Technologien Wachstum erzielt habe, hätten die tiefen Rohstoffpreise und das teilweise schwierige Marktumfeld in China die Wachstumsdynamik gedrückt. Negativ auf das Resultat drückte auch der starke Schweizer Franken. Positiv auf den Umsatz habe sich dagegen die Akquisition von PCT Engineered Systems ausgewirkt. Bereinigt um Währungseffekte (-1,6 Prozent) und die Akquisition (+2,4 Prozent) lag der Umsatz um 2,7 Prozent unter dem Vorjahr. Der Auftragseingang erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode dagegen um 4 Prozent.

Prognose für das Gesamtjahr leicht angehoben

Das Comet-Management hat seine bisherige Prognose für das Gesamtjahr 2015 für den Umsatz etwas angehoben und peilt nun einen Wert von 290 bis 310 Millionen Franken an. Bei der Ebitda-Marge wird eine leicht eingeschränktere Bandbreite von 13,5 Prozent bis 14,5 Prozent angestrebt. Bisher stellt das Unternehmen für 2015 einen Umsatz zwischen 280 und 300 Millionen Franken sowie eine Ebitda-Marge zwischen 13 Prozent und 15 Prozent in Aussicht.

Das Management begründet die Korrektur der Prognose mit der veränderten Währungssituation, der Akquisition von PCT Engineered Systems und dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld. Neu wird von einem Dollarkurs von 0,95 Franken und eine Eurokurs von 1,06 Franken ausgegangen. Insgesamt erwartet Comet ein profitables zweites Halbjahr. Mittel- bis langfristig gehe man zudem weiterhin von einem attraktiven Wachstumspotential aus, weshalb im Juli das Baugesuch für die Erweiterung der Produktion am Standort Flamatt eingereicht worden sei.

(awp/gku)