Jean-Michel Basquiat (1960-1988) startete seine Karriere im New Yorker Underground als Graffiti-Sprayer, Musiker und Schauspieler, bevor er als 19-Jähriger auf das Malen umsattelte. Seine ausdrucksstarke, energiegeladene Malerei stiess schnell auf Bewunderung. Gefördert von Andy Warhol, avancierte er zu einem international gefeierten Kunststar. Er war der jüngste Documenta-Teilnehmer und wurde an der Art Basel, an der Biennale von Venedig und in namhaften Galerien ausgestellt. Als Sohn von Einwanderern aus der Karibik war er der erste schwarze Künstler, der den Durchbruch schaffte. Basquiat arbeitete mit Keith Haring, Francesco Clemente und vielen weiteren Stars zusammen. In nur acht Jahren schuf er ein Werk von rund 1000 Gemälden und 2000 Zeichnungen, bevor er - erst 27-Jährig - verstarb.

Gefeierter Künstlerstar

Zu seinem 50.Geburtstag widmet die Fondation Beyeler Basquiat eine grosse Retrospektive mit Werken aus renommierten Museen und Privatsammlungen in aller Welt. Seine mit comicartigen Figuren, skeletthaften Silhouetten, kuriosen Alltagsobjekten und poetischen Slogans bevölkerten Werke sind farbenprächtig und expressiv. Sie vermischen Popkultur und Kulturgeschichte zu kritisch-ironischen Kommentaren über die Konsumgesellschaft und soziale Ungerechtigkeit.

Die Ausstellung vereint wichtige Werke Basquiats und zeigt die künstlerische Entwicklung des legendären Künstlerstars. Namhafte Museen, Galerien und insbesondere Privatsammlungen in Europa und Amerika haben mit ihren Leihgaben diese Ausstellung erst möglich gemacht. Konzipiert wurde sie von der Fondation Beyeler in Zusammenarbeit mit dem Musée d’art moderne de la Ville de Paris, wo sie anschliessend vom 15.10.2010 bis 30.1.2011 zu sehen sein wird.

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