Die Commerzbank baut ihre Finanzbuchhaltung radikal um. In Frankfurt, Berlin und Duisburg sollen in den kommenden drei Jahren insgesamt 376 Vollzeitstellen abgebaut werden, sagte eine Sprecherin des zweitgrössten deutschen Geldhauses. Das entspricht fast der Hälfte der gesamten Abteilung.

Die Standorte des Bereichs Finance in Berlin und Duisburg sollten bis Ende 2017 geschlossen werden. Ein Teil der Stellen soll an die Commerzbank-Tochtergesellschaft ComTS nach Halle an der Saale ausgelagert werden, die nicht dem Bankentarifvertrag unterliegt, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte.

Bereich wettbewerbsfähiger machen

«Die regulatorischen Anforderungen an die Finanzfunktion der Commerzbank nehmen zu und binden die Ressourcen unserer Mitarbeiter und Budgets», erklärte die Commerzbank-Sprecherin. Die Bank wolle den Bereich deshalb wettbewerbsfähiger machen. «Im Zuge der Umstrukturierung werden Aufgaben stärker gebündelt und Tätigkeiten verlagert, die an anderer Stelle kostengünstiger erledigt werden können.»

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Ursprünglich wollte die Commerzbank-Spitze in der Finanzbuchhaltung 450 Stellen streichen, hat sich in Verhandlungen mit dem Betriebsrat nun aber auf einen geringeren Abbau verständigt. Darüber hatte zuerst das «Handelsblatt» berichtet.

(reuters/dbe/me)