Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble hat nach einem Magazinbericht den Verkauf der restlichen Staatsanteile an der Commerzbank an die Schweizer Grossbank UBS sondiert. Schäuble habe dazu mit dem früheren Bundesbank-Chef Axel Weber gesprochen, der dem UBS-Verwaltungsrat vorsteht, berichtete das Magazin «Focus» vorab.

Ein Sprecher des Finanzministeriums in Berlin erklärte dazu auf Anfrage lediglich, es seit stets das Ziel der Bundesregierung gewesen, die im Zuge der Finanzmarktkrise gewährten Stabilisierungsmassnahmen so eng wie möglich zeitlich zu begrenzen. «Wann jedoch der verbliebene Aktienanteil des SoFFin an der Commerzbank veräussert wird, ist derzeit nicht absehbar», sagte er. Die Commerzbank und die UBS lehnten eine Stellungnahme ab.

SoFFin-Beteilung gesunken

Vor gut vier Jahren hatte die Bundesregierung die Commerzbank vor dem Aus gerettet, indem der Bankenrettungsfonds SoFFin für 1,8 Milliarden Euro 25 Prozent an der Bank übernommen hatte. Die SoFFin-Beteiligung ist inzwischen auf rund 17 Prozent gesunken, die Sperrminorität des Staates ist damit gefallen. Gemessen am aktuellen Aktienkurs ist der Anteil des Staates rund 1,2 Milliarden Euro wert.

(aho/reuters)

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