Die Commerzbank will den Schweizer Banken das Geschäft mit dem Mittelstand streitig machen. «Wir denken über den Einstieg in das Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen nach», sagte der Schweizer Commerzbank-Landeschef Martin Keller auf einer Pressekonferenz.

Ende Jahr will die zweitgrösste deutsche Bank startbereit sein und dann auch Firmen mit einem Umsatz von lediglich 15 Millionen Franken bedienen. Zusätzlich zu Zürich sollen weitere Standorte eröffnet werden.

Auch im deutschen Heimmarkt ist der Mittelstand das Rückgrat der Commerzbank. Zu schaffen machen der Bank allerdings milliardenschwere Altlasten aus der Schiffs- und Immobilienfinanzierung. Zudem ist die Bank dabei, das Filialgeschäft umzubauen.

Im Geschäft mit grösseren Firmen in der Schweiz läuft es dagegen gut. 2012 sei die Zahl der Kunden um über 100 auf 550 gestiegen. Von den 200 grössten Unternehmen des Landes bediene die Commerzbank 60 Prozent. Im laufenden Jahr peilt das Institut einen Ausbau der Kunden auf 650 und der Anzahl Mitarbeiter auf über 70 von gegenwärtig gut 50 an.

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Kürzlich eingestellt hat die Bank ein vierköpfiges Franken-Anleihenteam in Zürich. In der Platzierung und im Handel von Anleihen sowie Währungs- und Zins-Derivaten sieht die Commerzbank eine Lücke. «Gewisse Konkurrenten sind mit anderen Problemen beschäftigt», erklärte Roman Schmidt, Chef des konzernweiten Kapitalmarktgeschäfts.

(vst/aho/sda)