Die Commerzbank erwägt Insidern zufolge auch in London Stellenkürzungen im Investmentbanking. Rund die Hälfte der 250 Arbeitsplätze im Renten- und Devisenbereich in der britischen Finanzmetropole sollen nach Frankfurt verlagert werden, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag sagten.

Dabei setzt die Bank offenbar darauf, dass ein Teil der Belegschaft den Umzug nach Frankfurt nicht mitmacht und die Commerzbank verlässt. Hintergrund der Streichungen sei die schleppende Nachfrage etwa nach Währungs- und Zinsabsicherungen. Konkrete Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen.

«Produktangebot bleibt bestehen»

Eine Commerzbank-Sprecherin wollte sich zu den Informationen nicht äussern. «London bleibt einer der wichtigsten Standorte für das internationale Geschäft der Commerzbank», sagte sie. «Das Produktangebot der Investmentbank für ihre Kunden bleibt über alle Assetklassen hinweg bestehen.»

Vor einer Woche war bekannt geworden, dass die Bank sich im gleichen Bereich in Frankfurt über ein Abfindungsprogramm von bis zu 100 Investmentbankern trennen will.

(reuters/dbe/ama)