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Commerzbank will Staatshilfe noch nicht zurückzahlen

Die Commerzbank sieht noch keinen Anlass, die Staatshilfe zurückzuzahlen. (Bild: Keystone)

Commerzbank-Chef Martin Blessing hat keine Eile, die erhaltene Staatshilfe zurückzubezahlen - schliesslich würden die «stillen Einlagen» des Bundes verzinst.

Veröffentlicht am 21.12.2012

Die Commerzbank hat vorerst keine Pläne zur Rückzahlung der Staatshilfe. «Wir werden die stille Einlage des Bundes verzinsen, daher gibt es auch keinen Druck sie zurückzuzahlen», sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing der «Süddeutschen Zeitung».

Die stille Einlage sei ohnehin nur bis Ende 2017 als Eigenkapital anerkannt. Spätestens dann mache sie ökonomisch keinen Sinn mehr. Der Bund hatte der Commerzbank in der Finanzkrise eine milliardenschwere Hilfe gewährt und sich gleichzeitig mit gut 25 Prozent an der Bank beteiligt.

Blessing schloss unterdessen die Auflösung weiterer Filialen aus: «Weitere Filialschliessungen würden unsere Kosten kurzfristig kaum senken.» Allerdings sei man in Gesprächen mit dem Betriebsrat in Bezug auf flexiblere Arbeitszeiten für Mitarbeiter. Das könnte den drohenden Arbeitsplatzabbau mildern. Wie viele Stellen das retten könnte, wollte er nicht beziffern, «aber es lohnt sich sehr, darüber intensiv zu sprechen.»

(muv/vst/sda)

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