Die deutsche Commerzbank dürfte keine Freude an den Griechen haben: Aufgrund kräftiger Abschreiber auf hellenischen Staatsanleihen fällt der Gewinn im zweiten Quartal zusammen, von 352 auf noch 24 Millionen Euro.

Insgesamt musste die Commerzbank 760 Millionen Franken auf Griechenland-Anleihen abschreiben. Nach dem EU-Sondergipfel im Juli, der Krediterleichterungen für Athen beschlossen hatte, hatte sich die Commerzbank entschlossen, den Wert ihrer Griechenland-Papiere nach unten zu korrigieren.

Wegen der Wertberichtigungen schränkte der Konzern sein Ziel ein, den Gewinn im laufenden Jahr noch deutlich zu steigern. Nun gilt das Ziel nur noch für die die sogenannten Kernbank, also ohne die interne «Bad Bank» für problematische Papiere.

Das Geschäft der Kernbank - dazu zählt das Privatkundengeschäft, die Mittelstandsbank, die Osteuropaaktivitäten und das Investmentbanking - entwickelte sich gemäss Mitteilung der Bank dagegen positiv. Ihre Rückstellungen für faule Kredite konnte die Bank weiter reduzieren.

(cms/tno/sda)