Der Krankenversicherer Concordia hat im Geschäftsjahr 2015 sowohl in der Grundversicherung wie auch bei den Zusatzversicherungen weniger verdient als im Vorjahr. Dank der «ausgezeichneten finanziellen Situation» seien die Prämien 2015 weniger stark angehoben worden, als es die Gesundheitskosten notwendig gemacht hätten, teilte die Concordia mit. Auch 2016 seien die Prämienerhöhungen bei der Concordia um 2 Prozent tiefer gelegen als beim Rest der Branche.

Das gesamte Eigenkapital habe sich dank des erzielten Ertragsüberschusses von 99 Millionen Franken auf 855,7 Millionen erhöht, was einer Eigenkapitalquote von rund 34 Prozent entspreche, heisst es in der Mitteilung weiter. Die verdienten Prämien stiegen um 2,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Schweizer Franken. Derweil erhöhte sich der Leistungsaufwand um 4,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken.

Positive Anlageleistung

Im Bereich der Kapitalanlagen habe trotz dem anspruchsvollen Umfeld eine positive Anlageperformance erzielt werden können, schreibt die Concordia. Der Versichertenbestand in der Grundversicherung erhöhte sich im vergangenen Jahr um 2 Prozent respektive um 10'000 Personen auf 576'000 Versicherte.

Die Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung (Grund-, Taggeld- und Unfallversicherung Schweiz sowie Versicherungen Fürstentum Liechtenstein) erzielte im vergangenen Jahr ein Ergebnis von 59,8 Millionen Franken (-54 Prozent). Während sich die Prämieneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent erhöhten, stiegen die ausbezahlten Leistungen mit 3,6 Prozent an.

Sparen bei Spitalzusatzversicherung

Bei der Concordia Versicherungen, die Zusatz- und Lebensversicherungen anbietet, resultierte ein Gewinn von 39,1 Millionen Schweizer Franken (-45 Prozent). Hier stiegen die Prämieneinnahmen um 2,1 Prozent, während bei den Leistungsausgaben ein Anstieg von rund 7,5 Prozent zu verzeichnen war. Die Zunahme sei insbesondere auf eine überdurchschnittliche Kostensteigerung bei den Spitalzusatzversicherungen zurückzuführen, so der Versicherer. Bei den Privat- und Halbprivat-Versicherten habe sich der Kundenbestand wieder «markant» erhöht.

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(awp/chb)