Die Stella Finanz AG gewährte Constantin 2015 ein Darlehen über 40 Millionen Franken, das Ende Juni 2017 fällig wurde. Als Sicherheit liess Burgener damals – kurz vor seiner Absetzung als Constantin-Chef – den Grossteil der Aktien verpfänden, die der Unterhaltungskonzern an Highlight Communications hielt. Highlight gilt als Burgeners Baby. Mit der Verpfändung verhinderte der Baselbieter Medienunternehmer, die Kontrolle über «seine» Highlight-Firma an Constantin zu verhindern.

Nun hat Burgeners Gegenspieler, Constantin-Präsident Dieter Hahn, die Finanzierung parat, um Stella Finanz das Darlehen zurückzuzahlen und damit die Kontrolle über die Highlight-Aktien zurückzuerlangen. Dazu hat Constantin zwei Treuhandkonti bei der UBS mit insgesamt 40 Millionen Franken eröffnet, wie Dokumente zeigen, die der «Handelszeitung» vorliegen. Es liegt ein Zahlungsversprechen vor, das bis am 10. Juli befristet ist. «Es gibt keinen denkbaren legitimen Grund, sich diesem Vorgehen zu verweigern», schreibt Constantin an Stella Finanz und droht mit «möglichen Rechtsfolgen», sollte Stella die Highlight-Aktien nicht zurückerstatten.

Ursprüngliche Modalitäten
Doch offenbar liess die Burgener nahestehende Stella Finanz eine erste Frist zur Rückmeldung verstreichen. Aus dem Umfeld der Glarner Finanzfirma heisst es, dass der nun unterbreitete Vorschlag zur Rückzahlung der Darlehensschuld seitens Constatin Medien nicht den ursprünglichen Modalitäten im Kreditvertrag entsprächen.

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