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Massnahme
Continental verbietet WhatsApp wegen EU-Datenschutz

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Sind den Continental-Mitarbeitern nun untersagt: WhatsApp und Snapchat.Quelle: Keystone Images

Der Autozulieferer sperrt den Mitarbeitern den Zugriff auf Social-Media-Apps. WhatsApp und Snapchat sind auf Diensthandys nun tabu.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Der Autozulieferer Continental hat seinen Mitarbeitern wegen Datenschutz-Bedenken ab sofort den Einsatz von Social-Media-Apps wie WhatsApp und Snapchat auf Dienst-Handys untersagt. Dies gelte im weltweiten Unternehmensnetzwerk und betreffe mehr als 36'000 Mobiltelefone, teilte Continental am Dienstag in Hannover mit.

Die Dienste griffen auf persönliche und damit potenziell vertrauliche Daten zu – beispielsweise Adressbucheinträge. Dabei gehe es um Daten unbeteiligter Dritter. «Wir arbeiten an null Unfällen im Strassenverkehr und fordern daher eine solche «Vision Zero» auch für den Datenverkehr», sagte Conti-Konzernchef Elmar Degenhart. «Wir halten es nicht für akzeptabel, die Erfüllung von Gesetzen zum Datenschutz einseitig auf die Nutzer zu übertragen.» Conti setze auf sichere Alternativen.

Im Fall von WhatsApp und Snapchat kann laut Continental der Zugriff auf das Adressbuch nicht eingeschränkt werden – die entsprechenden Datenschutzrisiken wolle das Unternehmen nicht tragen. Auch sollten Beschäftigte und Geschäftspartner geschützt werden.

Information an Konsumenten

Schon kurz nach Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU am 25. Mai waren erste Beschwerden über Facebook und Google bei Aufsichtsbehörden eingegangen. Die Verordnung soll Konsumenten besser schützen, die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen, Vereine oder Behörden wird deutlich strenger geregelt als bisher.

Konsumenten müssen darüber informiert werden, wer Daten wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Ausweisnummer aus welchem Grund sammelt – und dem zustimmen.
Bei Verstössen drohen hohe Geldstrafen. WhatsApp mit über 1,3 Milliarden Nutzern weltweit war 2014 für rund 22 Milliarden Dollar an Facebook verkauft worden.

(reuters/mbü)

 

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Quelle: Handelszeitung