Beim Mischkonzern Conzzeta laufen die Geschäfte rund. Das Unternehmen, zu dem auch die Sportartikelmarke Mammut gehört, steigerte seinen Gewinn im ersten Halbjahr 2017 um 44 Prozent auf 30 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn legte im selben Zeitraum um 46,5 Prozent auf 38,3 Millionen Franken zu, wie aus einer Mitteilung vom Freitag hervorgeht. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 4,8 Prozent im Vorjahr auf 5,8 Prozent.

Auch interessant

Conzzeta habe vor allem von einem stärkeren Wachstum in Asien profitiert. Nicht zuletzt dank der Übernahme der chinesischen DNE Laser im Juli 2016 legte der Konzern in dieser Region um fast 68 Prozent zu. In Europa konnte Conzzeta die Erträge um 10 Prozent steigern. Demgegenüber schwächelte der amerikanische Markt. Dort betrug das Umsatzwachstum nur 1,5 Prozent. Insgesamt erzielte Conzzeta einen Umsatz von 625,9 Millionen Franken. Das ist knapp ein Fünftel (19,3 Prozent) mehr als noch im Vorjahr.

Blechbearbeitung stärkstes Segment

Aufgeschlüsselt auf die vier Geschäftssegmente des Industriekonzerns verbuchte die Blechbearbeitung den stärksten Geschäftsgang. Die beiden Zukäufe im 2016 ausgenommen, legten die Erträge in diesem Bereich um rund 25 Prozent auf 366,3 Millionen Franken zu.

Auch die Segmente Schaumstoffe und grafische Beschichtungen generierten einen um 3,2 Prozent höheren Umsatz. Insgesamt erwirtschafteten sie 114,5 Millionen Franken.

Mammut-Umsatz sinkt

Schwach liefen hingegen die Geschäfte mit Sportartikeln (Mammut). Wegen des anspruchsvollen Wettbewerbsumfelds hätten die Umsätze um gut 6 Prozent auf 95,1 Millionen Franken abgenommen.

Mit der Sportartikelsparte Mammut will Conzzeta in den nächsten Jahren vor allem in Asien punkten. Zusätzliche Investitionen in die Internationalisierung, Digitalisierung, Retail und Design verursachten bei Mammut einen Verlust von 10 Millionen Franken.

Minus ist eingeplant

Allerdings habe Conzzeta das schlechtere Ergebnis strategisch eingeplant. Ein daraus resultierender relevanter Umsatzbeitrag sei nicht vor dem zweiten Semester 2018 zu erwarten.

Ebenfalls rückläufig entwickelte sich die Glasbearbeitung. Hier ging der Nettoumsatz um 9,6 Prozent auf 49,9 Millionen Franken zurück. Das Wachstum in Europa habe die deutlich geringeren Umsätze in Amerika nicht kompensieren können.

Überproportionale Gewinnsteigerung

Der Geschäftsgang 2017 entspreche bisher weitgehend den Einschätzungen von Anfang Jahr, heisst es. Wobei sich die Märkte im Segment Blechbearbeitung besser entwickelten als erwartet.

Für das Gesamtjahr 2017 stellt Conzzeta ein im Vergleich zum Vorjahr stärkeres Wachstum in Aussicht. Falls sich der Markt für Industriegüter weiterhin so robust entwickle, erwarte sie für das laufende Jahr eine überproportionalen Steigerung des Betriebsgewinns und eine Verbesserung der Ebit-Marge auf rund 7,5 Prozent.

Verkauf in den USA

Zudem hat der Konzern rückwirkend per 1. Juli 2017 seine 51-Prozent-Beteiligung an der amerikanischen Woodbridge Foampartner Company an den Joint-Venture-Partner Woodbridge Group verkauft. Gleichzeitig wurde mit Woodbridge eine Liefervereinbarung abgeschlossen, was insgesamt zu einem verbesserten Zugang zum amerikanischen Markt für Schaumstofflösungen führen und einen mittleren einstelligen Millionenbetrag einbringen soll.

Im Juli hatte Conzzeta die Übernahme des Kunststoffgeschäfts von Otto Bock angekündigt. Die Bereinigung der beiden Gemeinschaftsunternehmen vereinfache das Geschäft in den für das Schaumstoffgeschäft wichtigen Wachstumsregionen Asien und Nordamerika.

(sda/ise/cfr)