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Umbau
Conzzeta will sich weiter verkleinern

Firmenschilder: Conzzeta baut um. Keystone

Der Mischkonzern verdiente bei stagnierendem Umsatz leicht mehr. Künftig will sich Conzzeta auf weniger Geschäftsbereiche fokussieren. Vor allem das Sorgenkind soll weiter verkleinert werden.

Veröffentlicht am 26.03.2015

Der Mischkonzern Conzetta will sich auf weniger Geschäftsbereiche konzentrieren. Damit verbundene Verkäufe sowie negative Währungseffekte führten zu einer Stagnation beim Umsatz. Auf operativer Ebene konnte der Gewinn allerdings gesteigert werden.

Mit einem bereinigten operativen Gewinn von 93,4 Millionen Franken konnte Conzetta gegenüber 2013 um 9,1 Prozent zulegen. Der Gewinnzuwachs war namentlich Neubewertungen im Immobiliengeschäft zu verdanken. Dagegen waren die Mieteinnahmen rückläufig. Unter dem Strich konnte das Betriebsergebnis im Segment Immobilien von 10,5 Millionen im Jahr 2013 auf 19,8 Millionen gesteigert werden.

Auch im mit Abstand grössten Segment Blechbearbeitung verbesserte sich das Ergebnis um 2,7  auf 54,3 Millionen Franken. Ein Gewinnplus resultierte auch im Bereich Chemical Specialities. Im Geschäftsfeld Sportartikel mit der Marke Mammut war das Ergebnis hingegen rückläufig und im Anlagenbau resultierte gar ein Verlust von 9 Millionen Franken.

Sorgenkind Anlagenbau

Der Geschäftsbereich ixmation der wesentlich zum schlechten Resultat im Anlagenbau beitrug, wurde im vergangenen Jahr abgestossen. Auch der Bereich Architekturglas wurde redimensioniert. Die Transaktionen hätten zwar einen einmaligen negativen Effekt mit sich gebracht, gleichzeitig verlasse der Konzern damit einen Geschäftsbereich, der in der Vergangenheit das Ergebnis negativ belastet habe, schreibt Conzetta in einer Mitteilung am Donnerstag.

Durch negative Effekte im Zusammenhang mit den Verkäufen im Anlagenbau wurde der Reingewinn um 26,3 Millionen Franken belastet. Im Vergleich zum Jahr 2013 ging dieser denn auch um fast einen Fünftel auf noch 61,4 Millionen Franken zurück. Weitere Redimensionierungen im Anlagenbau dürften folgen. Die Ertragslage im Bereich seien insgesamt nicht zufriedenstellend, schreibt Conzetta.

Abspaltung des Immobilienbreichs geplant

Der Konzernumbau trifft auch die Immobiliensparte. Das mit einem Nettoumsatz von 19,3 Millionen Franken kleinste Segment soll gemäss Mitteilung abgespalten werden. Die neu zu gründende Plazza AG soll im Sommer an der Börse gebracht werden. Die definitive Terminplanung stehe noch nicht, da noch nicht alle rechtlichen und behördlichen Dokumente vorlägen, heisst es im Communiqué.

Im Geschäftsbereich Plazza Immobilien sind alle nichtbetrieblichen Liegenschaften der Conzzeta zusammengefasst. Der geschätzte Marktwert lag Ende 2014 bei rund 462 Millionen Franken. Um weiter wachsen zu können soll die Plazza im Zuge der Abspaltung mit zusätzlichen Barmitteln von 100 Millionen Franken ausgestattet werden.

Verhaltener Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Conzetta mit einer rückläufigen Geschäftsentwicklung. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) und der daraufhin deutlich erstarkte Franken hätten spürbare Auswirkungen. Die Schweiz ist der wichtigste Standort des Konzerns, fallen doch fast die Hälfte der Personalkosten in Schweizer Franken an.

Massnahmen zur Wiederherstellung der Profitabilität, die den Mitarbeitern bereits angekündigt wurden - wie zum Beispiel Arbeitszeitverlängerung - würden umgehend in Angriff genommen, hiess es. Es sei aber nicht davon auszugehen, dass sich die negativen Währungseffekte durch die Sofortmassnahmen kompensieren liessen. Mit Vollzug der neuen Strategie sowie den angestrebten Massnahmen sei eine verbesserte Profitabilität ab dem Jahr 2016 zu erwarten.

(sda/dbe/ise)

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