Coop-Chef Joos Sutter wehrt sich gegen Vorwürfe, wonach grosse Detailhändler mit ihren Bioangeboten kleine Ketten wie etwa Vatter in Bern verdrängen. «Das glaube ich nicht», sagt er im Interview mit der «NZZ am Sonntag.»

«Es geht den Einzelnen umso besser, je stärker der Gesamtmarkt wächst», sagt er. Für kleine Anbieter würden Nischen entstehen. «Wir machen ihnen das Leben nicht schwerer. Im Gegenteil: Coop hat Bio einer breiten Öffentlichkeit erst bekannt gemacht» sagt Sutter.

Die Margen bei Bioprodukten seien nicht höher, sagt er weiter. «Ich sage Ihnen warum. Ein Händler muss über alle Produktegruppen konkurrenzfähig sein.» Bei zu hohen Margen würden andere Anbieter in den Markt vorrücken. «Höhere Margen generiert man höchstens dort, wo man mit viel Geld etwas Neues lanciert hat.»

Als Gesamtes rechne sich Bio aber schon. Angesprochen auf den Preiskampf sagt Sutter: «Solange Handel existiert, gibt es Preiskämpfe.» Im Ausland wolle Coop aber nicht Fuss fassen, denn die Märkte seien bereits hart umkämpft.

(tke/sda)