Littering ist ein leidiges Thema, das an Bedeutung rasch zugenommen hat. Coop ist sich dieser Problematik bewusst und engagiert sich seit Jahren im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Denn das achtlose Wegwerfen von Abfällen im öffentlichen Raum wird von der Öffentlichkeit zunehmend als störend wahrgenommen und verursacht für alle Beteiligten hohe Reinigungskosten.


Studie legt Realität auf den Tisch

Oft wird der Detailhandel mit seinem wachsenden Angebot an Convenience- und Take-away-Produkten als Hauptverursacher des Littering bezeichnet. Zur Abklärung der Fakten hat die Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz (IG DHS), der Coop, Migros, Denner, Charles Vögele, Manor, Valora und Denner angehören, eine Studie zur Untersuchung von Herkunft und Zusammensetzung des Littering in Auftrag gegeben. Die Studie stellt fest, dass rund 30% der Littering-Abfälle bei einem Mitglied der IG DHS gekauft werden. Bei den Take-away-Produkten liegt der Anteil bei 50%.

Aus der Studie geht zudem hervor, dass der Detailhandel heute einen beträchtlichen Aufwand zur Littering-Bekämpfung betreibt. Allein Coop investiert in Anti-Littering-Massnahmen jährlich mehr als 9 Mio Fr. Coop unterstützt seit langem regionale und nationale Anti-Littering-Kampagnen und hat in den vergangenen Jahren zusammen mit den Verantwortlichen der Verwaltung, Logistik und Verkaufsstellen ein abgerundetes Massnahmenpaket geschnürt. Dieses greift, auch in Absprachen mit anderen Direktbetroffenen.

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Hinweise auf der Verpackung

Das Thema Verpackung ist in den Beschaffungsrichtlinien von Coop verankert. Es ist festgehalten, dass Verpackungen unter Berücksichtigung der Konsumentenbedürfnisse mit möglichst wenig Material auskommen und ein kleines Abfallvolumen verursachen sollen. Auf den Verpackungen sind konsequent praktische Entsorgungshinweise angebracht.


Vorgezogener Recyclingbetrag

Damit die angesprochenen Kundinnen und Kunden die Hinweise auch befolgen können, hat Coop in sämtlichen Läden Recycling-Sammelstellen für beispielsweise PET, Batterien und Flaschen eingerichtet. Die angenommene Ware wird mit einer effizienten Logistik den entsprechenden Recycling-Unternehmen zugeführt. Die Finanzierung der Recyclingorganisationen wird unter anderem durch den vorgezogenen Recyclingbetrag gewährleistet.

Neben den Verpackungshinweisen richtet sich Coop regelmässig über die meistgelesene Zeitung der Schweiz, die «Coop Zeitung», mit dem Thema Littering-Vermeidung an ihre Kundschaft. Denn am akutesten für Coop ist die Problematik des Littering rund um die vielen Verkaufsstellen. Schon heute übernimmt Coop die Reinigung in der Umgebung ihrer Verkaufsstellen. Diese permanente Reinigung ist sehr kostenintensiv. Darum wird heute darauf geachtet, dass Aktionen im Take-away-Bereich vermieden oder entsprechend vorbereitet werden.

Gerade weil sich Coop der Littering-Problematik bewusst ist, hat sie sich mit verschiedenen Kommunen an den Tisch gesetzt, um praktikable Lösungen zu finden.

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Susanne Erdös, Mediensprecherin, Coop National, Basel.