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Corum will teilweise auf Marge verzichten

Corum hat ein schwieriges Jahrs hinter sich, gibt sich für 2015 aber optimistisch. In Europa hat die Uhrenmarke die Preise erhöht, in der Schweiz will sie auf einen Teil der Marge verzichten.

Veröffentlicht am 22.03.2015

Nach einem mittelmässigen Jahr 2014 zeigt sich die Uhrenmarke Corum überzeugt, auf einer besseren Basis im 2015 zu sein. Die Verluste gingen zurück. Es sei aber zu früh zu sagen, ob das Unternehmen in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen kommen werde, sagte Jacques-Alain Vuille.

2014 sei der Jahresstart der Marke, die bekannt ist für den Admiral’s Cup oder seine Bubble-Uhr, schwierig gewesen. Die Besitzerin, die chinesische Gruppe Citychamp (früher: China Haidan), entliess den damaligen Firmenchef Antonio Calce. Ein Team von fünf Leuten wurde installiert mit Jacques-Alain Vuille an der Spitze, der exekutiver Chef wurde.

Gute Geschäfte in Russland

Für den Moment sei das Funktionieren sichergestellt mit der Unterstützung von zwei Leuten von Citychamp in La Chaux-de-Fonds, sagte Vuille auf der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Weil dies zufriedenstellend funktioniere, wolle man daran nichts ändern. «Der Posten des Firmenchefs wurde nicht mehr besetzt und wird nicht mehr besetzt.»

Im zweiten Halbjahr hätten sich gewisse Märkte wieder erholt wie beispielsweise die USA, Kanada oder die Karibik. Paradoxerweise habe die Marke gute Geschäfte in Russland gemacht, sagte Vuille. Da das gesamte Produktionsvolumen von Corum mit rund 10'000 Uhren pro Jahr klein ist, kann bereits eine geringe Verkaufsmenge eine Marktentwicklung beeinflussen.

Franken-Schock belastet Ergebnis

Corum ist auch dabei, die Distribution in Asien wieder aufzunehmen. Die Marke hat eine neue Filiale für Hongkong und China eröffnet. Für 2015 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, auch wenn die steile Franken-Aufwertung auf dem Ergebnis lasten wird.

Corum hat seine Preise in Europa um 7 Prozent erhöht. In der Schweiz wolle das Unternehmen den Uhrengeschäften unter die Arme greifen, indem es auf einen Teil der Marge verzichte, sagte Vuille. Kurzarbeit oder Entlassungen seien derzeit nicht aktuell. Corum beschäftigt 80 Leute in La Chaux-de-Fonds und 30 Angestellte im Rest der Welt.

EMC wird Uhrwerke herstellen

Synergien mit anderen europäischen Marken der Citychamp-Gruppe, wie Eterna oder Rotary stehen auf der Tagesordnung, vor allem in der Produktion. Die Tochtergesellschaft EMC (Eterna Movement) wird künftig Uhrwerke für Corum entwickeln.

(sda/tno)

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