Die Schweizer Privatbank Coutts International verliert einem Insider zufolge nach ihrem Verkauf an den Vermögensverwalter Union Bancaire Privee (UBP) den Chef. Alexander Classen, der die Integration des früher zur Royal Bank of Scottland (RBS) gehörenden Instituts in die Genfer UBP hätte leiten sollen, werde die Bank verlassen, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

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Der 52-jährige Classen stand vier Jahre an der Spitze von Coutts International. Mit seinem Abgang verliert UBP nach dem Zukauf erneut einen Spitzenbanker. Zuvor waren bereits die Coutts-Verantwortlichen für Zentral- und Osteuropa sowie für internationale Kunden gegangen.

Coutts auf Expansionskurs

RBS hatte den von der Schweiz aus geführten nicht-britischen Teil der Traditionsbank Coutts & Co, die auch die königliche Familie zu ihren Kunden zählt, im März verkauft. UBP baute mit Standorten in Monaco, im Nahen Osten, Singapur und Hongkong sein Geschäft in Märkten aus, in denen die Schweizer bislang wenig präsent waren. Die Privatbank wird von Guy de Picciotto, dem Sohn des Firmengründers, geleitet.

Eine Coutts-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab, bei UBP war am Dienstag niemand für einen Kommentar erreichbar.

(reuters/ise/ama)