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Credit Suisse: Abbau in Dubai, Verlagerung nach Katar

Die Skyline von Doha im arabischen Emirat Katar. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Grossbank strafft in den Arabischen Emiraten ihre Aktivtäten. Dabei sollen Jobs ins Land des grössten Aktionärs verlagert werden.

Veröffentlicht am 24.09.2012

Kosten sparen heisst Strukturen straffen. Vor diesem Hintergrund berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass die Credit Suisse (CS) ihre Investment-Banking-Aktivitäten in den Arabischen Emiraten neu ordnet.

Dabei kommt es zu einer räumlichen Verlagerung: So sei mindestens zwei Senior-Beratern in Dubai gekündigt worden, weitere Mitarbeiter aus dem Backoffice hätten laut Reuters-Informationen nach Katar übersiedeln müssen. Der Grund sei einfach: Es sollen Kosten gespart und dabei der Fokus auf attraktivere Märkte gerichtet werden.

Diese Verlagerung ist insofern brisant, als dass der Staatsfonds aus Katar mit 6,2 Prozent grösster Aktionär der Schweizer Grossbank ist.

Gegenüber Reuters wollte die Credit Suisse diese Vorgänge nicht bestätigen. Auf Anfrage von «Handelszeitung Online» hiess es, dass die Überprüfung des Ressourceneinsatzes ein ständiger Prozess sei. «Dies umfasst - neben unserem globalen Kostenmanagement - auch die Frage von Verlagerungen sowie die Anpassung unserer Kapazitäten an die veränderten Kundenbedürfnisse», so CS-Sprecherin Valeria Ancarani. Katar bezeichnet sie als «sehr bedeutenden Markt für die Credit Suisse». Trotz dem verstärkten Fokus auf Katar hat die Credit Suisse keine Pläne, sich aus Dubai zurückzuziehen.

(vst/chb)

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