Die Grossbank Credit Suisse weist für 2013 einen Konzerngewinn von 3,069 Milliarden Franken aus. Im Vorjahr waren es 1,349 Milliarden Franken gewesen. Für den US-Steuerstreit stellte die Bank weitere 175 Millionen Franken zurück, teilte das Unternehmen mit.

Im vierten Quartal betrug der Überschuss 267 Millionen Franken, wie die Bank mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 440 Millionen Franken aber deutlich mehr erwartet. In der Investment Bank fiel statt des erwarteten Vorsteuergewinns von 289 Millionen Franken ein Verlust von 40 Millionen Franken an. Der konzernweite Geschäftsertrag lag dagegen mit fast 6 Milliarden über den Prognosen.

Nicht nur die Analysten zeigten sich mit dem Ergebnis unzufrieden: An der Börse verlor die Aktie in einem leicht freundlichen Umfeld am Vormittag fast 2,5 Prozent – setzte dann aber zur Erholung an. «Besonders die wichtigsten Segmente haben enttäuscht», bleibt ZKB-Analyst Andreas Brun dennoch skeptisch.

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Kostensenkung auf Kurs

Für den US-Steuerstreit stellte die Bank weitere 175 Millionen Franken zurück. Im Herbst 2011 waren für die Affäre bereits 295 Millionen Franken reserviert worden. Wie es weiter hiess, mussten zusätzlich für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Hypothekenpapieren im vergangenen Quartal 339 Millionen zurückgestellt werden.

Die Credit Suisse bestätigte ihr Ziel, die Kosten bis 2015 um über 4,5 Milliarden Franken zu drücken. Bis Ende 2013 wurden davon laut den Angaben bereits 3,1 Milliarden Franken realisiert.

(sda/chb/vst)