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Credit Suisse: Anleger goutieren Zahlenkranz

CS
Credit Suisse: Sitz am Paradeplatz.Quelle: Keystone

Die CS machte von April bis Juni über 600 Millionen Franken Reingewinn. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Die Aktie steigt.

Veröffentlicht am 31.07.2018

Kurz vor Ende ihres auf drei Jahre angelegten Konzernumbaus sieht sich die Credit Suisse auf Kurs. Die zweitgrösste Schweizer Bank konnte den Gewinn im zweiten Quartal auf 647 Millionen Franken mehr als verdoppeln, wie Credit Suisse am Dienstag mitteilte. «Wir sind durch mit der Restrukturierung», erklärte Konzernchef Tidjane Thiam. Die Aktie notiert klar im Plus.

Für Credit Suisse zahlt sich der Schwenk von einer Investmentbank hin zu einem Vermögensverwalter für reiche Privatkunden aus. Von vermögenden Privatkunden sammelte das Institut im zweiten Quartal 9,1 Milliarden Franken ein. Damit steigerte die Bank die verwalteten Vermögen auf den Rekordwert von 784 Milliarden Franken. Die grosse Konkurrentin UBS hatte verzeichnete im zweiten Quartal einen Abfluss von 1,2 Milliarden Franken.

Plus in der Schweiz

Neben dem Neugeldzufluss überzeugt die Credit Suisse auch mit den Zahlen der Swiss Universal Bank und dem Bereich Vermögensverwaltung in der Region Asia/Pacific. Die Schweizer Division verbuchte zum zehnten Mal in Folge ein Wachstum beim Gewinn. Im asiatischen stieg das Ergebnis um über ein Dritell – «trotz des schwierigen Umfelds insbesondere in China», wie es in der Mitteilung heisst, «bedingt durch schwächere Aktienmärkte und einen selektiven Abbau der Fremdfinanzierung bei Kunden».

Im Wertpapier-Handelsgeschäft tat sich die Bank dagegen schwer. Der Vorsteuergewinn der Sparte sackte im zweiten Quartal um 42 Prozent ab. Hier hatten sich die grossen US-Häuser Morgan Stanley, JP Morgan, Bank of America, Goldman Sachs und Citigroup zuletzt besser geschlagen.

Vorsichtiger Ausblick

Im Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf zeigt sich die Credit Suisse eher vorsichtig. Wie die UBS warnte auch die Credit Suisse, dass geopolitische Spannungen sowie die Auswirkungen der Änderungen in der Geldpolitik der Zentralbanken für den Rest des Jahres zu Phasen mit erheblicher Unsicherheit führen und das marktabhängige Geschäft bremsen könnten. 

Trotzdem erklärte Thiam: «Für das Jahr 2019 und darüber hinaus werden wir weiterhin eine verbesserte Profitabilität, höhere Renditen und einen steigenden Shareholder Value anstreben.»

(reuters/awp/ise)

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