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Credit Suisse kann Kapitalerhöhung abhaken

Credit Suisse: Die Kernkapitalquote der Grossbank klettert auf 13,4 Prozent. Keystone

Die Credit Suisse hat bei bestehenden und neuen Aktionären 4,1 Milliarden Franken eingesammelt. Konzernchef Tidjane Thiam will damit Geschäftsteile ausbauen und die Bilanz krisensicherer machen.

Veröffentlicht am 08.06.2017

Die Credit Suisse hat die zweite milliardenschwere Kapitalerhöhung in nur eineinhalb Jahren unter Dach und Fach gebracht. Die zweitgrösste Schweizer Bank sammelte bei bestehenden und neuen Aktionären netto 4,1 Milliarden Franken ein, wie Credit Suisse am Mittwochabend mitteilte.

Konzernchef Tidjane Thiam will mit den frischen Mitteln das Vermögensverwaltungsgeschäft ausbauen und die Bilanz krisensicherer machen. Dank der Kapitalspritze klettert die Kernkapitalquote der Grossbank auf 13,4 Prozent von zuletzt 11,7 Prozent. Damit nähert sich das Geldhaus den Werten der Rivalen UBS und Deutsche Bank an.

Bezugsrechte ausgeübt

Während der gut zweiwöchigen Frist seien 99,2 Prozent der Bezugsrechte ausgeübt worden, hiess es in der Mitteilung. Die Annahmequote entsprach damit ungefähr den Werten bei den Kapitalerhöhungen der Credit Suisse im Dezember 2015 und der Deutschen Bank im April 2017. Der Erfolg der Transaktion war aber bereits vorab sicher.

26 Banken unter Führung von Morgan Stanley und der Deutschen Bank hatten garantiert, die Papiere bei den Aktionären unterzubringen. Die restlichen Aktien verkauft die Credit Suisse voraussichtlich über die Börse. Am Donnerstag können die neuen Anteile erstmals gehandelt werden. 

(reuters/cfr/gku)

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