Die Credit Suisse (CS) liefert der US-Justizbehörde Department of Justice (DoJ) und der Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) weitere Daten.

Mitarbeiter der Grossbank wurden darüber in einem internen Memo orientiert, wie das «Wall Street Journal» berichtet. Ein CS-Sprecher bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AWP die Datenlieferungen und ein entsprechendes Memo.

Seit 2011 bestehende Zusammenarbeit

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Die Datenlieferungen erfolgen im Rahmen einer seit 2011 bestehenden Zusammenarbeit mit dem DoJ und der SEC, sagte der Sprecher weiter. Seit neuestem würden nun Mitarbeiter vor solchen Datenlieferungen orientiert und nicht danach wie in der Vergangenheit, hiess es weiter. Dies nachdem die Bank vor rund zehn Tagen eine entsprechende Vereinbarung mit dem zuständigen Datenschutzbeauftragten getroffen habe.

Die Datenlieferungen erfolgen im Zusammenhang mit Untersuchungen der US-Behörden über mögliche Beihilfe der CS zu Steuerhinterziehung durch US-Kunden der Grossbank. Mit ihrem Entgegenkommen will die Bank strafrechtliche Verfolgung vermeiden.

Erst am Wochenende hatte «Der Sonntag» über den Verdacht berichtet, Credit Suisse, HSBC, Julius Bär sowie die Basler und Zürcher Kantonalbank hätten in den vergangenen Monaten nicht nur Mitarbeiterdaten an die USA geliefert, sondern es seien dabei auch auch Kundendaten ersichtlich gewesen.

(tno/chb/awp)