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Credit Suisse macht 779 Millionen Franken Gewinn

Credit Suisse: Die Bank macht im dritten Quartal fast 800 Millionen Franken Gewinn. Keystone

Die Credit Suisse hat im dritten Quartal weniger verdient. Bezüglich Kapitalisierung machte die Bank gemessen an der harten Kernkapitalquote keine weiteren Fortschritte.

Veröffentlicht am 21.10.2015

Die Credit Suisse (CS) hat im dritten Quartal 2015 weniger verdient. Die Grossbank weist für die Berichtsperiode einen Reingewinn (nach Minderheiten) von 779 Millionen Franken aus. Im Vorquartal und im Vorjahr waren es jeweils über eine Milliarde. Der konzernweite Vorsteuergewinn beträgt 861 Millionen nach 1'301 Millionen im Vorjahr. Und die Gesamterträge des Konzerns lagen mit 5,98 Milliarden ebenfalls unter dem Vorjahr, als diese 6,54 Milliarden erreichten.

Die Bank hat damit zwar etwas mehr verdient als die Konsensschätzung von AWP (469 Millionen Franken), allerdings lagen die erwarteten Werte in einer grossen Bandbreite von -76 bis 1'121 Millionen Franken. Bezüglich Vorsteuergewinn (Schätzung: 1'050 Millionen) und Erträgen (6,37 Milliarden) blieb die Bank hinter den Schätzungen zurück.

Investmentsparte mit Verlust

In der Sparte Investmentbanking verbuchte die CS einen Vorsteuerverlust von 125 Millionen Franken, wie es im Quartalsbericht der Bank vom Mittwoch heisst. Dies nach einem Gewinn von je gut 900 Millionen im Vorquartal sowie im dritten Quartal 2015. Von AWP befragte Analysten waren für die Investmentbank im Durchschnitt von einem Vorsteuergewinn von 336 Millionen ausgegangen.

Im Private Banking & Wealth Management (PB&WM) schloss die CS mit einem Vorsteuergewinn von 647 Millionen Franken ebenfalls relativ deutlich unter den Prognosen (881 Millionen) ab. Im Vorjahr waren es gut 500 Millionen und im Vorquartal gut 600 Millionen. Die Bruttomarge sank per Ende Septemberauf auf 100 Basispunkte (BP) (Q2 102, Q3 2014 97).

Mehr Neugeld

Netto konnte in der gesamten Division ein Neugeldzufluss von 16,4 Milliarden erzielt werden – nach 14,2 im zweiten Quartal 2015 und 7,4 Milliarden im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt 5,7 Milliarden erwartet. Die verwalteten Vermögen der Gruppe betrugen in Schweizer Franken Ende September 1'294 Milliarden Franken nach 1'356 Milliarden Ende Juni.

Bezüglich Kapitalisierung machte die Bank gemessen an der harten Kernkapitalquote (CET1 nach Basel III) keine weiteren Fortschritte. Im Gegenteil: Die Kennzahl sank im Vergleich zum Stand Ende des letzten Quartals auf 10,2 Prozent von 10,3 Prozent. Das in jüngster Zeit mehr zur Diskussion gestandene ungewichtete Leverage Ratio (CET 1, look-through) erreichte 2,8 Prozent nach 2,7 Prozent Ende Juni. Zum Ziel gesetzt hat sich die CS hier bis Ende 2015 ein Ratio von 3 Prozent. Bei letzterer Eigenmittelquote wird die Kapitalisierung nicht im Bezug zu den risikogewichteten Aktiven (RWA) betrachtet.

(awp/ise)

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