Steigende Zinsen könnten bei der Credit Suisse im Schweizer Geschäft kurzfristig Bremsspuren hinterlassen. Die Bank verdiene an den gegenwärtig herrschenden Negativzinsen, weil der Minimalzins bei der Kreditvergabe bei null Prozent liege, wie Divisions-Chef Thomas Gottstein in einem Interview der «Finanz und Wirtschaft» erklärte. «Wenn der Marktzins unter null ist, führt dies zu einem Zusatzgewinn für uns.»

Bei einem parallelen Anstieg der langfristigen und der kurzfristigen Zinsen verliere die Bank diesen Zusatzgewinn auf der Kreditvergabe, erhalte jedoch noch keinen Finanzierungsvorteil über Kundeneinlagen. Langfristig seien steigende Zinsen aber für das Schweizer Geschäft genau wie für den ganzen Konzern positiv. Die meisten Experten erwarten, dass die Schweizerische Nationalbank ihren Leitzins von gegenwärtig minus 0,75 Prozent frühestens 2019 anheben wird.

(reuters/me)