Credit Suisse schlägt sich auf die Seite von Bill Ackman und seinem Hedgefund Pershing Square Capital Management LP, der zusammen mit Valeant Pharmaceuticals International den Botox-Hersteller Allergan feindlich übernehmen will.

Valeant machte den Allergan-Aktionären eine 52-Milliarden-Offerte, die von der Allergan-Spitze abgelehnt wurde. Goldman Sachs und die Bank of America Merrill Lynch hätten das Milliarden-Gebot zuvor als finanziell unangemessen bezeichnet, teilte Allergan mit. Valeant bietet den Aktionären des Unternehmens aus dem kalifornischen Irvine 72 Dollar in bar und 0,83 Valeant-Aktien je Allergan-Anteilsschein.

Kehrtwende bei der Credit Suisse

Nun erklärte Ackman gemäss «The Globe and Mail», dass er die Credit Suisse ins Boot geholt habe und von ihr in diesem Bieterstreit beraten werde. Dass Wall-Street-Player wie die CS einen Raider wie Ackman unterstützen, war bisher nicht oft gesehen. Meist fürchteten die Banken um ihre grossen Firmenkunden, wenn sie sich gleichzeitig für «aktive» Investoren verdingen.

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Die CS scheint nun das Geschäft mit dieser Klientel zu wittern. So arbeitet laut Medienberichten auch Chris Young für Ackman – er wurde einst eingestellt, um Firmen vor feindlichen Übernahmen à la Ackman zu schützen.