Die Credit Suisse (CS) hat im vierten Quartal 2012 einen Konzerngewinn von 397 Millionen Franken erzielt, verglichen mit 254 Millionen im Vorquartal beziehungsweise einem Verlust von 637 Millionen im Vorjahr, wie die Grossbank mitteilte.

Das Gesamtjahr schloss die Bank mit einem Gewinn von 1,48 Milliarden Franken verglichen mit 1,95 Milliarden im Vorjahr ab. An die Aktionäre soll eine unveränderte Dividende von 0,75 Franken – davon 0,10 Franken in bar und 0,65 Franken in Form von Aktien – bezahlt werden.

Wie die CS weiter bekannt gab, hat sie ihr Kostenreduktionsziel nach oben angepasst. Bis Ende 2015 will die CS ihre Kosten um 4,4 Milliarden Franken senken. Im Sommer peilte die Bank noch von Einsparungen in der Höhe von 4 Milliarden Franken an.

Im laufenden Geschäftsjahr sollen die Kosten um weitere 200 Millionen Franken gesenkt werden. Demnach belaufen sich die geplanten Einsparungen auf insgesamt 3,2 Milliarden Franken.

Während das Ergebnis in der Vermögensverwaltung (Privat Banking & Wealth Management) gegenüber dem Vorquartal fast unverändert blieb (-3 Prozent), mussten im Investmentbanking deutliche Gewinnabschläge hingenommen werden. Das Spartenergebnis vor Steuern betrug 298 Millionen Franken, 38 Prozent weniger als noch im dritten Quartal.

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Unter den Erwartungen

Mit dem Start ins neue Geschäftsjahr zeigt sich das CS-Management zufrieden. «Die Ertragsentwicklung zum Jahresauftakt 2013 war erfreulich, vergleichbar mit den Vorjahren», wird CEO Brady Dougan in der Mitteilung zitiert. Zudem würden sich die 2012 eingeleiteten strategischen Massnahmen - also die Stärkung der Kapitalbasis sowie die deutliche Risiko- und Kostenreduktion - positiv auf unsere Profitabilität auswirken.

Das von der Bank vorgelegte Ergebnis lag unter den Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsens) für das vierte Quartal mit einem Konzerngewinn von 654 Millionen Franken gerechnet. Für das Gesamtjahr hatten sie einen Reingewinn von 1'712 Millionen Franken und Verwaltete Vermögen von 1274 Milliarden Franken in Aussicht gestellt.

Ferner schlägt die Bank an der kommenden Generalversammlung die Zuwahl von Kai S. Nargolwala in den Verwaltungsrat vor. Er ist Chairman von Clifford Capital, einer von Singapurs Regierung unterstützten Gesellschaft zur Finanzierung von Auslandsprojekten von Unternehmen aus Singapur. Von 2008 bis 2010 war er Mitglied der Geschäftsleitung der Credit Suisse Group und CEO der Region Asia Pacific sowie von 2010 bis 2011 Non-Executive Chairman der Region Asia Pacific der Credit Suisse.

Der Verwaltungsrat wird zudem zwei bestehende Mitglieder zur Wiederwahl vorschlagen: Jassim Bin Hamad J.J. Al Thani und Noreen Doyle. Robert H. Benmosche, Aziz R.D. Syriani und David W. Syz treten dagegen an der Generalversammlung 2013 aus dem Verwaltungsrat aus.

(tke/vst/tno/sda/awp)

Credit-Suisse-Zahlen: Das sagen die Analysten

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