Ein Bankkunde, der durch die Investition in Strukturierte Produkte massive Verluste eingefahren hatte, unterlag vor Bundesgericht. Dieses entschied, dass die Credit Suisse nicht für diese Verluste einstehen müsse. Grund dafür war in erster Linie, dass die Beschwerde des Kunden den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt hätte.

Jenes erstinstanzliche Urteil des Zürcher Handelsgerichts im vergangenen Jahr hatte zu reden gegeben, «weil festgehalten wurde, dass eine Bank auf Verlangen jederzeit über ihre Geschäftsführung Rechenschaft ablegen müsse», schreibt die «Neue Zürcher Zeitung». Dieser Aspekt wurde in Lausanne gar nicht mehr behandelt, weil die Credit Suisse den Zürcher Entscheid gar nie angefochten hatte.

Wie aus dem Urteil des Bundesgerichts hervorgeht, hatte der Beschwerdeführer, ein Schiffmakler und Schifffahrtsunternehmer, zwischen Dezember 2007 und Juli 2008 rund 500'000 Euro und 1,5 Millionen Dollar auf ein damals neu eröffnetes Nummernkonto bei einer Tessiner CS-Filiale überwiesen.

Die Anlage dieses Geldes in sogenannte Equity Yield Bonds von JP Morgan war der juristische Zankapfel: Durch entstandende Verluste konnte die CS im November 2008 lediglich noch rund 326'000 Dollar und knapp 359'000 Euro dem Kunden rücküberweisen. Dieser bestritt in der Folge, jemals den Auftrag zur Investition in diese Anlageprodukte gegeben zu haben.

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Mit seiner Klage, die sich auf rund 2 Millionen Franken belief, ist der Kunde nun ein zweites Mal abgeblitzt.

(vst/chb)