Die Grossbank Credit Suisse kommt im Steuerstreit mit den USA laut einem Medienbericht möglicherweise nicht um ein Schuldeingeständnis der Muttergesellschaft herum. Ob ein Schuldbekenntnis einer Tochterfirma wegen der unversteuerten US-Kundengelde ausreiche, sei noch keineswegs ausgemacht, schreibt die Nachrichtenagentur «Bloomberg» mit Berufung auf eine Person im Umfeld der Verhandlungen.

Anfang der Woche hatten verschiedene Medien berichtet, dass die CS sämtliche unversteuerten Gelder von US-Kunden in eine Tochtergesellschaft ausgelagert habe. Die Idee dahinter sei, dass sich diese Gesellschaft gegenüber den US-Behörden schuldig erklären könnte, hiess es. Die CS hat sich zu den Berichten nicht geäussert.

Betroffen wären Aktionäre und Angestellte

Ein Schuldeingeständnis der Bank könnte für die Credit Suisse die Fortführung ihrer Geschäftstätigkeit stark behindern, zitiert «Bloomberg» einen auf diese Materie spezialisierten US-Anwalt. Direkte Opfer wären danach die Angestellten und die Aktionäre der Bank.

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Die CS hat zudem im US-Steuerstreit eine Busse zu erwarten, die «Bloomberg» im Einklang mit anderen Medien bereits auf 1,6 Milliarden US-Dollar und mehr schätzt. Bisher hat die Grossbank in diesem Zusammenhang rund 900 Millionen Franken zurückgestellt.

(sda/me)