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Credit Suisse reaktiviert Reiseverbot nach Deutschland

Der Steuerstreit zwischen der Schweiz und Deutschland ist eskaliert. (Bild: Keystone)

Neues Kapitel im Steuerstreit zwischen der Schweiz und Deutschland: Die Credit Suisse hat einem Medienbericht zufolge für ihre Kundenberater das Verbot für Reisen nach Deutschland wieder eingeführt.

Veröffentlicht am 03.04.2012

Der Steuerstreit zwischen der Schweiz und Deutschland zieht weitere Kreise. So hat die Credit Suisse am letzten Sonntag das für ihre Kundenberater im Frühjahr 2010 erstmals eingeführte und vorübergehend aufgehobene Verbot für Reisen nach Deutschland wieder aktiviert, schreibt die «Börsen-Zeitung». Die Information würden «aus prinzipiellen Gründen» nicht kommentiert, erklärte ein Banksprecher dem Blatt.

Bemerkenswert sei das vorsorgliche Reiseverbot der Credit Suisse auch vor dem Hintergrund, dass sich die Bank im September 2011 im Rahmen eines aussergerichtlichen Vergleichs mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf von Haftungsrisiken freigekauft hatte. Die CS zahlte seinerzeit 150 Millionen Euro, um laufende Verfahren gegen die Bank und ihre Mitarbeiter abzuwenden.

Julius Bär hatte mit der Staatsanwaltschaft Münster einen entsprechenden Vergleich über 50 Millionen abgeschlossen. Aufgrund dieser Vereinbarung sehe man keinen Anlass, die Reisetätigkeit der Kundenberater wieder einzuschränken, habe es bei der Privatbank geheissen, schreibt die «Börsen-Zeitung» weiter.

(vst/muv/awp)

«Reiseverbot bei Credit Suisse» (Börsen-Zeitung)

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