Argentinien hat offenbar drei Banken damit beauftragt, Investoren noch im September ein Anleihenangebot im Volumen von mindestens 500 Millionen Euro vorzustellen.

Die Schweizer Bank Credit Suisse, die argentinische Banco Bilbao Vizcaya Argentaria und die französische BNP Paribas sind federführend. Das Konsortium arrangiert vom 26. September bis 29. September diverse Investorentreffen in London, Deutschland, den Niederlanden und Mailand, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte. Die Emission der in Euro denominierten Anleihen im Benchmark-Volumen solle in zwei Tranchen erfolgen, abhängig von der Marktlage, hiess es weiter.

Milliarden-Emission im April

Das Land hat in diesem Jahr mehr Schuldpapiere ausgegeben als jedes andere Schwellenland. Es platzierte Dollar-Anleihen im Wert von rund 20 Milliarden Dollar bei Investoren, die willens sind, die neue Regierung zu unterstützen. Eine Emission im Volumen von 16,5 Milliarden Dollar im April war die grösste, die jemals ein Schwellenland durchgeführt hat, und erfolgte 15 Jahre nach der Staatspleite.

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«Angesichts der niedrigen Renditen der auf Euro laufenden Staatsanleihen aus Schwellenländern gibt es wahrscheinlich eine hohe Nachfrage unter den Euro-Investoren», sagte Richard Segal, leitender Analyst bei Manulife Asset Management in London. Die Argumente für Argentinien besserten sich, fügte er an und verwies auf die öffentliche Unterstützung für Strukturreformen in der Wirtschaft und die sich erholenden Auslandsinvestitionen.

(bloomberg/ise/cfr)