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Credit Suisse soll Stellenabbau im Investment Banking planen

CS Filiale in New York: Stellenabbau von mehreren hundert Personen? (Bild: Keystone)

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse werde im Investment Banking Stellen abbauen, heisst es aus Firmenkreisen. Davon betroffen seien mehrere hundert Personen aus dem Handelsbereich, primär in den USA

Von Urs Äberli
am 15.06.2011

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse werde im Investment Banking Stellen abbauen, heisst es aus Firmenkreisen. Davon betroffen seien mehrere hundert Personen aus dem Handelsbereich, primär in den USA, aber auch in der Schweiz.

Am Credit-Suisse-Hauptsitz werden Gerüchte grundsätzlich nicht kommentiert. Mediensprecher Dan Scott erklärt:  «Wir richten unser Geschäft ganz grundsätzlich nach den Bedürfnissen unserer Kunden und den Marktbedingungen aus. Die Überprüfung unseres Ressourceneinsatzes stellt dabei einen ständigen Prozess dar.» Berücksichtigt würden dabei nicht zuletzt auch veränderte Kundenbedürfnisse.

Tatsächlich halten sich derzeit private und institutionelle Anlegerkunden stark an den Börsen zurück. Vor allem der Aktien- und Obligationenhandel, der ertragsmässig sehr bedeutend für Credit Suisse ist, leidet derzeit stark. Auch andere Finanzinstitute wie Morgan Stanley, Royal Bank of Scotland oder Barclays sind durch die Flaute im Investmentgeschäft zu personellen Massnahmen gezwungen.

Anders als viele Mitbewerberinnen hat die Credit Suisse während der Finanzkrise den Mitarbeiterbestand im Investment Banking nicht abgebaut, sondern tendenziell noch aufgestockt. Dadurch hat die Grossbank zwar Marktanteile gewonnen und hat nun eine starke Position im US-Aktienhandel. Umso grösser ist nun aber der Anpassungsbedarf an der Personalfront.

(rcv)

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