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Jahreszahlen
Credit Suisse: Trumps Steuerreform sorgt für rote Zahlen

Credit Suisse: Schreibt rot wegen Donald Trump. Quelle: Keystone

Die Credit Suisse schreibt den dritten Jahresverlust in Folge. Schuld ist eine Wertberichtigung in Milliardenhöhe.

Veröffentlicht am 14.02.2018

Die Credit Suisse schreibt im vierten Quartal aufgrund einer Wertberichtigung einen Verlust von 2,1 Milliarden Franken. Ohne diesen Sondereffekt meldet die Grossbank jedoch eine Verbesserung. Einzig die Investmentbank zeigte Schwäche.

Der erneute Milliardenverlust im letzten Quartal ist eine Folge der US-Steuerreform. So weist die Grossbank für das vierte Quartal Steuerausgaben von 2,2 Milliarden Franken aus, nach lediglich 414 Millionen Franken im Vorjahresquartal. Die Vervielfachung des Steueraufwands ist dabei ein buchhalterischer Effekt.

Tiefere Kosten

Die Grossbank hat bereits im Dezember mitgeteilt, dass sie aufgrund des Steuersenkungsprogramms in den USA ihre Steuergutschriften in ihren Büchern um rund 2,3 Milliarden Franken nach unten korrigieren muss. Ohne diesen und andere Sondereffekte weist die Credit Suisse im vierten Quartal 2017 auf bereinigter Basis einen Vorsteuergewinn von 569 Millionen Franken aus, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Das ist im Vergleich zum bereinigten Vorsteuerergebnis im Vorjahresquartal von 171 Millionen Franken eine deutliche Steigerung.

Zurückzuführen ist diese Steigerung wie bereits in den Vorquartalen in erster Linie auf tiefere Kosten. So hat sich einerseits der bereinigte Aufwand von 4,9 Milliarden Franken im Vorjahresquartal auf 4,6 Milliarden Franken reduziert. Andererseits haben sich auch die Verluste in denjenigen Geschäftsfeldern, die die Bank aufgeben will, von 521 Millionen Franken vor Jahresfrist auf 347 Millionen Franken reduziert.

Höhere Erträge

Die Bank hat aber auch die Erträge leicht gesteigert. Sie erhöhten sich auf bereinigter Basis von 5,1 auf 5,2 Milliarden Franken. Einen Mehrertrag liefern konnten jedoch nur die Geschäftsbereiche Internationale Vermögensverwaltung und die Asienbank. Die Schweizer Bank und das Investmentbanking blieben bei den Erträgen hinter dem Vorjahresquartal zurück.

Beim Handelsgeschäft der Investmentbank sind zudem die Ausgaben gestiegen, womit dieser Bereich im vierten Quartal nach einem kleinen Gewinn im Vorjahr einen Vorsteuerverlust eingefahren hat. In allen anderen Kerngeschäften konnte die Credit Suisse den Vorsteuergewinn steigern. Der Schweizer Bank gelang dies jedoch nur dank tieferer Kosten. So haben sich im Schweizer Geschäft bei annähernd konstantem Personalbestand die Personalkosten merklich reduziert.

(sda/ise)

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