Die Schweizer Bank Credit Suisse hat einem Hedgefonds-Manager laut einem Zeitungsbericht durch eine kuriose Panne insgesamt 1,5 Millionen Dollar überwiesen. Nun seien sowohl das Geld als auch der Vermögensverwalter verschwunden, berichtete die «New York Times» in der Nacht auf Donnerstag.

In drei Tranchen soll die Bank die Summe im Januar überwiesen und den Fehler erst zwei Wochen später bemerkt haben. Der Hedgefonds Galbraith Capital Investment Management habe sich damals in der Abwicklung befunden und keinerlei Geld mehr auf Konten der Credit Suisse gehabt.

«Keine Panik – ich kümmere mich darum»

Die Bank hat den Fonds und seinen Manager Joseph Galbraith dem Bericht nach zunächst angeschrieben und im August verklagt, um das Geld wiederzubekommen. Bisher vergeblich. Das letzte Mal habe die Credit Suisse am 5. Februar von Galbraith gehört: «Keine Panik - ich kümmere mich drum», soll er per Email mitgeteilt haben.

Die Credit Suisse wollte sich gegenüber der New York Times nicht zu dem Thema äussern. Der Zeitung ist es aber offenbar gelungen, mit dem Hedgefonds-Manager zu sprechen. Dieser habe seine US-Staatsbürgerschaft 2011 aufgegeben und lebe nun in Monace mit seiner Frau.

In einer E-Mail schreibt er der «New York Times», dass er nichts von der Klage wusste und dass die Vorwürfe gegen ihn «lächerlich» seien.

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(sda/ise/me)