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Mandat
Credit Suisse verliert Milliardendepot der SBB

Tidjane Thiam: Der CS-Chef musste einen Abfluss von 13,3 Milliarden verbuchen.
Tidjane Thiam: Der CS-Chef musste einen Abfluss von 13,3 Milliarden verbuchen. Keystone

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Pensionskasse der SBB den Auftrag neu ausgeschrieben. Das Milliardendepot wurde nun zur Bank JP Morgan transferiert.

Von Michael Heim
2017-11-08

Die Pensionskasse der Schweizerischen Bundesbahnen (PK SBB) stehen hinter dem Milliardenabfluss bei der Credit Suisse. Die Bank hatte vergangene Woche bei der Publikation der Quartalszahlen angegeben, 13,3 Milliarden Franken eines Staatsbetriebs an die Konkurrenz verloren zu haben. Dieser hatte die Depotstelle – oder neudeutsch Global Custody – abgezogen. 

Die PK SBB hat das Depotmandat neu der Bank JP Morgan übergeben, wie PK-Geschäftsführer Markus Hübscher gegenüber der «Handelszeitung» erklärt. Diese ist nun für die Depotführung und das Gesamtreporting verantwortlich. Der Entscheid für einen Wechsel des Global Custody sei bereits im vergangenen Jahr gefällt worden.

Neu ausgeschrieben

Einen konkreten Grund für die Abkehr von der Credit Suisse mag Pensionskassen-Chef Hübscher nicht nennen. Er betont lediglich: «Wir hatten schon länger keinen Wechsel mehr. Daher haben wir das Mandat neu ausgeschrieben.» 

Auf aktive Verwaltungsmandate hat der Wechsel der Depotstelle keinen direkten Einfluss, wie Hübscher betont. Die Credit Suisse habe weiterhin einzelne Mandate. CS-Chef Tidjane Thiam sagte an der Medienkonferenz vom 2. November, dass der Abfluss für die Grossbank verkraftbar sei, weil das Mandat nicht sehr rentabel gewesen sei.

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