Die Credit Suisse will den Schuldspruch durch die US-Justiz wegen der Beihilfe zur Steuerhinterziehung verschieben. Die Bank habe bei einem Gericht in Virgina am Dienstag den Antrag eingereicht, den für den Monat August terminierten Schuldspruch bis mindestens Anfang November zu verschieben.

Dies geht aus Justizdokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlagen. Zur Begründung führt die Bank an, dass sie Probleme bei der Verwaltung von Pensionskassengeldern in Milliardenhöhe bekäme.

Warten auf Bewilligung

Die Bank habe vom amerikanischen Arbeitsamt (Department of Labor, DOL) noch keine Bewilligung erhalten, die Dienstleistungen zur Verwaltung der Pensionskassengelder unter dem Aspekt des Schuldeingeständnisses vom Mai weiterzuführen.

Käme der für den 12. August terminierte Schuldspruch vor einer allfälligen Bewilligung des DOL, würde dies die Credit Suisse faktisch daran hindern, die Pensionskassengelder zu verwalten.

(sda/dbe/sim)