Die Credit Suisse verklagt eine zum US-Rivalen Goldman Sachs abgewanderte frühere Spitzenmanagerin wegen angeblichen Verrats von Geschäftsgeheimnissen.

Die Schweizer Grossbank wirft der ehemaligen Vizepräsidentin für den Bereich Schwellenmärkte vor, vertrauliche interne Dokumente mitgenommen zu haben, um diese ihrem neuen Arbeitgeber zuzuspielen. Dies geht aus der Klageschrift hervor, die bei einem Gericht in Manhattan eingereicht wurde.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Demnach wird die Managerin beschuldigt, bisherige Kunden von Credit Suisse mit zu Goldman nehmen zu wollen. Ein Goldman-Sprecher wollte sich dazu nicht äussern. Eine Stellungnahme der Beschuldigten oder eines Anwalts von ihr war zunächst nicht zu bekommen. 

Keine Geschäfte mit Kunden der Schweizer Bank

Die Credit Suisse stützt sich auf eine hauseigene Untersuchung nach der Kündigung der Managerin. Demzufolge soll diese in den Monaten davor Unterlagen der Bank wie Kundeninformationen und Vertriebsziele in ihrem persönlichen Email-Eingang gesammelt und unmittelbar nach ihrem Rücktritt gelöscht haben.

Die Credit Suisse will erreichen, dass die Beschuldigte per Gerichtsanordnung für eine gewisse Zeit daran gehindert wird, Geschäfte mit Kunden der Schweizer Bank zu machen.

(muv/tno/chb/reuters)