Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat am Dienstagabend die Bewertung der Kreditwürdigkeit der Schweizer Grossbank Credit Suisse von «A+» auf «A» herabgestuft. Die Einstufung der UBS blieb mit einem «stabilen» Ausblick unverändert.

Das Rating für die UBS wurde zwar bestätigt, der Titel wurde aber wie andere Banken mit nach unten gezogen. Bis um 11 Uhr fiel der Aktienkurs der Credit Suisse um gut 3 Prozent auf 25.70 Franken – die UBS gab um rund 2,5 Prozent auf 16.90 Franken nach. Nur leicht besser hielt sich Julius Bär mit einem Minus von 2,3 Prozent. Der Gesamtmarkt (SMI) notierte derweil 1,3 Prozent tiefer als am Vorabend.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

S&P stufte auch das Rating der Deutschen Bank und von Barclays herab. Als Grund führte die Ratingagentur erhöhte Risiken für Europas Grossbanken angesichts von Regulierung und unsicherer Marktbedingungen an.

Trübe Stimmung im Bankensektor

Die Stimmung gegenüber Banken trübte sich laut Händler auch ein, weil US-Notenbank Fed die grössten Banken des Landes enger an die Kandare nehmen will. Die Fed will bei der Regulierung über die Vorschriften von «Basel III» hinausgehen.

Gleichzeitig mit der CS wurden auch die britische Barclays und die Deutsche Bank abgestuft. Als Grund führte die Ratingagentur erhöhte Risiken für Europas Grossbanken angesichts von Regulierung und unsicherer Marktbedingungen an. Der Ausblick für die drei Banken bleibe aber stabil.

Dass die UBS nicht von S&P zurückgestuft worden sei, helfe dem Titel nichts. Finanztitel würden auch unter der Verunsicherung auf der politischen Ebene leiden, die durch die verworrene Lage in Ägypten oder die Rücktritte von Ministern in Portugal wieder grösser geworden sei.

(tke/aho/sda/reuters)